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Wer einen Grundriss erstellen lassen möchte, steht vor einer Entscheidung, die vier Kriterien gleichzeitig berücksichtigen sollte: die Kosten in CHF, den Qualitäts- und Detailgrad, die Lieferzeit und den Verwendungszweck. Denn ob ein Grundriss für ein Exposé oder eine Baubewilligung gebraucht wird, bestimmt massgeblich, welche Lösung sinnvoll ist. In der Schweiz reicht die Preisspanne von kostenlos bei DIY-Software bis über CHF 2’500 beim Architekturbüro. Dazwischen existieren drei grundlegend verschiedene Wege, die sich in Preis, Qualität und Einsatzbereich erheblich unterscheiden. Vom Architekturbüro über spezialisierte Grundriss-Services bis zur kostenlosen App stehen für Makler, Immobilienbesitzer und Baufirmen unterschiedliche Lösungen bereit. Neben der Unterscheidung zwischen 2D- und 3D-Grundriss spielen auch der Verwendungszweck und die Massstabstreue eine zentrale Rolle. Studien zeigen zudem, dass rund 20 % der Suchenden Immobilieninserate ohne Grundriss konsequent herausfiltern. Für Makler mit Vermarktungsbedarf eignet sich deshalb häufig ein professioneller Grundriss-Service, während bei Bauprojekten ein Architekt unumgänglich bleibt und für private Planungsskizzen eine Software genügen kann.

Was kostet ein Grundriss in der Schweiz?

Die Kosten für einen Grundriss in der Schweiz variieren erheblich: Je nach gewähltem Weg, Komplexität der Immobilie und Verwendungszweck bewegt man sich in einem sehr breiten Preiskorridor. Beim Grundriss erstellen lassen reichen die Kosten von CHF 0 bei kostenlosen Online-Tools bis über CHF 2’500 für einen normgerechten Architektenplan. Die meisten Immobilienmakler und -besitzer, die einen Grundriss für Vermarktungszwecke benötigen, landen erfahrungsgemäss im Bereich zwischen CHF 150 und CHF 500. Einen schnellen Überblick über die drei gängigsten Optionen liefert die folgende Tabelle.

Option Preisspanne (CHF) Typische Lieferzeit Geeignet für
Architekt / Vermessungsbüro CHF 800–2'500+ 1–4 Wochen Baubewilligungen, Umbauprojekte, amtliche Pläne
Professioneller Grundriss-Service CHF 150–500 24–48 Stunden Exposés, Immobilieninserate, Vermarktung
DIY-Software (App / Online-Tool) CHF 0–50/Monat Sofort (Eigenaufwand) Private Planungsskizzen, erste Orientierung

Einen ausführlichen Kostenvergleich verschiedener Grundriss-Varianten zwischen 2D- und 3D-Plänen finden Sie in einem separaten Beitrag. Ebenso lohnt sich ein Blick auf die Bedeutung von Grundrissen beim Immobilienverkauf, um zu verstehen, warum diese Investition für die professionelle Vermarktung in der Schweiz entscheidend ist.

Der Preis hängt primär vom Verwendungszweck ab, nicht jede Situation erfordert Architekten-Qualität. Der nächste Abschnitt erläutert, welche Faktoren konkret bestimmen, wo ein Projekt innerhalb dieser Spanne landet.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten eines Grundrisses?

Die in der Tabelle genannten Preisspannen sind bewusst breit angelegt, denn sie bilden einen Rahmen, innerhalb dessen vier Hauptfaktoren bestimmen, wo ein konkretes Projekt landet. Ob ein Grundriss CHF 150 oder CHF 2’000 kostet, hängt nicht allein vom gewählten Anbieter ab, sondern auch von den Eigenschaften der Immobilie und den Anforderungen an das Ergebnis.

Wer ein Haus planen und einen Grundrissplan in Auftrag geben möchte, sollte die folgenden vier Treiber kennen: die Grösse und architektonische Komplexität der Immobilie, die Art des Grundrisses (2D oder 3D), den Verwendungszweck (Exposé-Visualisierung oder amtlicher Bauplan) und die regionalen Preisunterschiede innerhalb der Schweiz. Alle vier Aspekte beeinflussen den Endpreis erheblich. Einen detaillierten Einblick in die professionelle Erstellung von Grundrissplänen und die verfügbaren Darstellungstypen bietet die entsprechende Leistungsseite.

Grösse und Komplexität der Immobilie

Die Grundfläche in Quadratmetern ist der stärkste Kostentreiber bei der Grundrisserstellung. Eine 3-Zimmer-Wohnung mit 80 m² ist deutlich günstiger umzusetzen als ein Einfamilienhaus mit 200 m² und mehreren Geschossen. Pro zusätzlichem Geschoss ist erfahrungsgemäss ein Aufpreis von 30 bis 50 % des Basispreises einzukalkulieren. In der Schweiz bildet die Norm SIA 416 die massgebliche Berechnungsgrundlage, die präzise zwischen Hauptnutzfläche und Nebennutzflächen wie Keller, Balkone oder Garagen unterscheidet. Für die Preisberechnung ist oft die Gesamtgeschossfläche entscheidend, da auch Aussenwände vollständig gezeichnet werden müssen.

Architektonische Besonderheiten erhöhen den Preis zusätzlich. Erker, Gauben, offene Grundrisse mit Galerien, runde Wände oder Split-Level-Lösungen erfordern mehr Zeit und technisches Know-how als ein rechteckiger Standardgrundriss. Ein verwinkelteres Objekt kann gegenüber einem geradlinigen Grundriss einen Aufpreis von 20 bis 40 % bedeuten. Je komplexer die Geometrie, desto höher der Aufwand.

Art des Grundrisses: 2D-Grundriss vs. 3D-Grundriss

Der 2D-Grundriss ist die klassische Draufsicht mit Raumaufteilung, Massstab und Beschriftung. Er zeigt die Raumstruktur klar und funktional und eignet sich für die meisten Vermarktungszwecke vollständig. Professionelle Services liefern 2D-Grundrisse typischerweise in Schwarz-Weiss mit exakten Raumbezeichnungen und Flächenangaben, zu Preisen im Bereich von CHF 150 bis 300. Aus der Praxis lässt sich bestätigen: In den allermeisten Fällen reicht ein gut gestalteter 2D-Grundriss für die professionelle Immobilienvermarktung vollständig aus.

Wer einen 3D-Grundriss erstellen lassen möchte, erhält eine perspektivische Darstellung mit Möblierung, Farben und Materialien. Diese farbigen, räumlich wirkenden Pläne schaffen beim Kaufinteressenten ein deutlich stärkeres Raumgefühl und unterstützen emotionale Kaufentscheidungen. Gegenüber der 2D-Variante ist bei professionellen Services ein Aufpreis von CHF 200 bis 500 üblich. 3D-Grundrisse werden besonders für hochwertige Immobilien und Neubauprojekte eingesetzt, wo die visuelle Wirkung ein zentrales Vermarktungsargument ist – sie sehen schlicht ansprechender aus und ermöglichen es Interessenten, sich noch schneller ein konkretes Bild vom Objekt zu machen.

Verwendungszweck: Exposé-Visualisierung oder Bauplan?

Ein Exposé-Grundriss dient als visuell ansprechende Darstellung für Immobilieninserate und Verkaufsunterlagen. Diese Exposé-Visualisierung muss keine amtliche Gültigkeit haben und wird nicht zwingend von einem Architekten erstellt. Sie vermittelt Kaufinteressenten ein realistisches Bild der Raumstruktur und schafft Vertrauen im Verkaufsprozess. Der typische Preisbereich für professionell erstellte Exposé-Grundrisse liegt zwischen CHF 150 und 500.

Wer sich fragt, was ein Bauplan für ein Einfamilienhaus kostet, bewegt sich in einer anderen Preiskategorie. Ein amtlicher Bauplan ist eine massstabsgetreue, normgerechte technische Zeichnung, die für Baubewilligungen und Umbauprojekte zwingend baurechtliche Anforderungen erfüllen muss. In der Schweiz richtet sich dieser Plantyp nach der Norm SIA 400 («Planbearbeitung im Hochbau»), die strenge Darstellungsregeln und Qualitätssicherungsvorgaben vorschreibt. Entsprechend sind qualifizierte Fachplaner erforderlich, was die Kosten auf CHF 800 bis 2’500 und mehr treibt.

Regionale Preisunterschiede in der Schweiz

Architekten- und Vermessungshonorare variieren in der Schweiz nach Region. In Zürich, Genf und Basel liegen die Stundensätze typischerweise 20 bis 30 % über denjenigen ländlicher Regionen. Dieser Faktor schlägt vor allem bei Architekturbüros und Vermessungsbüros durch, die vor Ort tätig werden und deren Betriebskosten stark vom lokalen Preisniveau abhängen.

Für überregionale, digitale Grundriss-Services ist dieser Unterschied hingegen kaum relevant. Sie arbeiten in der Regel schweizweit zu einheitlichen Preisen, da die Erstellung vollständig digital erfolgt und keinen Vor-Ort-Termin erfordert. Wer einen Exposé-Grundriss in Anspruch nimmt, zahlt in Chur kaum mehr oder weniger als in Zürich.

Die drei Wege zum Grundriss: Optionen, Kosten und Qualität im Vergleich

Der Schweizer Markt für Grundrisserstellung gliedert sich in drei klar unterscheidbare Segmente. Jedes hat eigene Stärken, Grenzen und Preisstrukturen. Die entscheidende Erkenntnis dabei: Die Wahl hängt weniger vom Budget als vom Verwendungszweck und den Qualitätsanforderungen ab.

Um einen Grundriss erstellen lassen zu können, der den eigenen Anforderungen entspricht, lohnt sich ein strukturierter Vergleich. In den folgenden Abschnitten werden alle drei Optionen anhand derselben Kriterien bewertet: Kosten in CHF, Qualitätsniveau, Lieferzeit, Flexibilität, erforderliche Eigenleistung und Eignung für verschiedene Anwendungsfälle.

Architekt oder Vermessungsbüro beauftragen

Architekten und Vermessungsbüros liefern massstabsgetreue, normgerechte Pläne, die für Baubewilligungen, Umbauprojekte und amtliche Verfahren tauglich sind. Die Dienstleistung umfasst eine Vor-Ort-Begehung, detailliertes Aufmass und die präzise Erstellung einer massstabsgetreuen Zeichnung, die sämtlichen gesetzlichen Anforderungen genügt. Dieser Aufwand ist bei anspruchsvollen Bauprojekten nicht substituierbar.

Die Preisspanne liegt zwischen CHF 800 und 2’500 und mehr, je nach Objektgrösse und Komplexität. Die Stundensätze in der Deutschschweiz bewegen sich zwischen CHF 120 und 200, hinzu kommen Kosten für das Aufmass vor Ort. Typische Bearbeitungszeiten liegen bei ein bis vier Wochen.

Vorteile:

  • Höchste Genauigkeit und Rechtskonformität für amtliche Zwecke – der Plan erfüllt alle normativen Anforderungen.
  • Beratungsleistung inklusive: Der Fachplaner kann Umbaumöglichkeiten, statische Fragen und weitere Aspekte direkt ansprechen.
  • Persönliche Begehung und Aufmass vor Ort garantieren, dass der Plan der tatsächlichen Substanz entspricht.

Nachteile:

  • Höchster Preis aller drei Optionen, was für reine Vermarktungszwecke oft nicht verhältnismässig ist.
  • Längste Bearbeitungszeit mit Wochen statt Tagen, was bei kurzfristigem Vermarktungsbedarf zum Problem werden kann.
  • Für Exposé-Grundrisse und Immobilieninserate ist diese Option in der Regel überqualifiziert und damit unwirtschaftlich.

Professionellen Grundriss-Service beauftragen

Zwischen dem Architekturbüro und der Selbstmach-Software hat sich ein eigenes Marktsegment etabliert: spezialisierte Dienstleister, die professionelle Grundrisse für die Immobilienvermarktung erstellen, ohne den Overhead eines vollen Architektenhonorars.

Anbieter wie Visualista haben sich auf visuelles Immobilienmarketing spezialisiert und bieten Grundrisse als Teil eines umfassenden Vermarktungspakets an, zusammen mit professioneller Immobilienfotografie, Videos und Visualisierungen. Als One-Stop-Shop für Makler liegt der Vorteil in der zentralen Abwicklung aller visuellen Vermarktungselemente aus einer Hand. Dabei überzeugen mehrere Eigenschaften: Lieferung innerhalb von 48 Stunden, ein festangestelltes Team ohne wechselnde Freelancer, persönliche Betreuung mit festen Ansprechpartnern und schweizweite Abdeckung zu einheitlichen Preisen.

Die typische Preisspanne für professionelle Grundriss-Services liegt bei CHF 100 bis 400, je nach Objektgrösse und Darstellungsart (2D oder 3D). Der Ablauf ist unkompliziert: Der Auftraggeber liefert vorhandene Pläne oder Skizzen, der Service erstellt daraus einen professionell gestalteten Grundriss. Aus der Praxis wissen wir, dass die Vorlagen dabei sehr unterschiedlich ausfallen können – von gescannten Architektenoriginalzeichnungen bis hin zu handskizzierten Entwürfen. Solange klare Masse und Bezugspunkte vorhanden sind, lässt sich daraus ein sauberer, professioneller Plan erstellen. Fehlen diese Grundangaben, empfehlen wir grundsätzlich, das Aufmass direkt vor Ort vorzunehmen – besonders dann, wenn wir sowieso für die Fotografie vor Ort sind, was sich ideal kombinieren lässt.

Vorteile:

  • Professionelle Qualität zu einem Bruchteil der Architektenkosten, was dieses Segment für die Vermarktung besonders attraktiv macht.
  • Schnelle Lieferung innerhalb von 48 Stunden ermöglicht eine zügige Veröffentlichung des Inserats ohne Wartezeiten.
  • Kein nennenswerter Eigenaufwand – ideal für Makler, die monatlich mehrere Objekte vermarkten und sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren möchten.

Nachteile:

  • Nicht geeignet für amtliche Baupläne oder Baubewilligungen, da es sich ausdrücklich um Visualisierungen für Exposés handelt, nicht um Architekten- oder Fachplanerdokumente.
  • Bei unspezialisierten Anbietern können Qualitätsschwankungen auftreten, weshalb die Wahl eines erfahrenen Services entscheidend ist.
Infografik: Vorteile eines Profi-Grundriss-Services

Grundriss selbst erstellen mit Software

Die DIY-Variante umfasst drei Kategorien: kostenlose Online-Tools und Apps, Open-Source-Programme sowie kostenpflichtige Profi-Software in CAD-Lite-Ausführungen. Die Bandbreite reicht von einfachen Raumplanern, bei denen sich Grundrisse digitalisieren oder skizzieren lassen, bis zu semi-professionellen Zeichenprogrammen. Wer nach Möglichkeiten sucht, einen Grundriss mit Open-Source-Werkzeugen zu zeichnen oder einen bestehenden Plan kostenlos zu digitalisieren, findet in dieser Kategorie zahlreiche Optionen.

In den letzten Jahren sind zudem vermehrt KI-gestützte Smartphone-Apps auf den Markt gekommen, die versprechen, in wenigen Minuten fertige Grundrisse zu liefern. Die Realität ist jedoch differenzierter: Die Qualität solcher Apps variiert erheblich. Manche liefern brauchbare Ergebnisse, andere enttäuschen. Selbst erfahrene Anwender müssen die Resultate regelmässig manuell prüfen und nachbearbeiten. Es ist schlicht zu optimistisch zu glauben, man laufe einmal mit dem Smartphone durch eine Wohnung, mache 20 Fotos und erhalte automatisch einen perfekten, massstabsgetreuen Grundriss.

Michael Racle
"Es ist ein bisschen utopisch zu glauben, man nimmt irgendeine KI-App, die nichts kostet, und dann läuft man in einer Minute durch, macht 23 Fotos und dann bekommt man den perfekten Grundriss."
Michael Racle, CEO Visualista

Der finanzielle Aufwand ist gering: kostenlose Tools verursachen keine direkten Kosten, Profi-Software kostet bis zu CHF 50 pro Monat. Wer auf dem Mac einen Grundriss kostenlos zeichnen oder mit KI einen Grundriss erstellen möchte, findet inzwischen verschiedene Anwendungen. Der Zeitaufwand ist jedoch erheblich, besonders für Personen ohne technische Vorerfahrung.

Vorteile:

  • Niedrigste Kosten – viele Tools sind vollständig kostenlos und ohne Registrierung nutzbar.
  • Sofort verfügbar, kein Warten auf Termine oder Lieferzeiten.

Nachteile:

  • Ergebnisse wirken oft unprofessionell und können den Gesamteindruck eines Inserats merklich schwächen.
  • Der Zeitaufwand ist erheblich – komplexe Grundrisse erfordern mehrere Stunden, auch mit vermeintlich einfacher Software.
  • Massstabstreue und Normkonformität sind bei den meisten Tools nicht gewährleistet, was die Eignung für offizielle Zwecke ausschliesst.
  • KI-gestützte Scan-Apps liefern keine verlässlich reproduzierbare Qualität und erfordern in aller Regel eine manuelle Nachkontrolle.

Entscheidungshilfe – wann lohnt sich welche Option?

Die vorangehenden Abschnitte haben alle drei Optionen objektiv dargestellt. Nun geht es um die Zuordnung zur individuellen Situation. Eine pauschal «beste» Lösung gibt es dabei nicht. Entscheidend sind drei Fragen: Wofür wird der Grundriss benötigt? Wie häufig besteht Bedarf? Und welches Budget steht realistisch zur Verfügung?

Als grobe Orientierung gilt: Wer einen Grundriss für ein Baugesuch oder eine amtliche Anforderung benötigt, kommt am Architekturbüro nicht vorbei. Wer regelmässig Grundrisse für die Vermarktung von Liegenschaften braucht, ist mit einem professionellen Service am besten bedient. Wer eine private Planungsskizze erstellen möchte, kann auf Software zurückgreifen. Die Verkaufsrelevanz professioneller Grundrisspläne wird im verlinkten Beitrag vertieft. Die folgenden Abschnitte konkretisieren diese Zuordnung anhand typischer Szenarien.

Wann ein Architekt die richtige Wahl ist

Ein Architekt oder Vermessungsbüro ist dann unverzichtbar, wenn der Grundriss eine rechtliche oder technische Funktion erfüllen muss. Das gilt erstens für Baubewilligungsgesuche bei Neubau oder Umbau, da normgerechte Pläne hier gesetzlich vorgeschrieben sind und zwingend von qualifizierten Fachplanern stammen müssen. Zweitens bei statisch relevanten Veränderungen am Gebäude wie Wanddurchbrüchen oder Aufstockungen, wo die Fachplanung auch sicherheitsrelevant ist. Und drittens bei amtlichen Gebäudeaufnahmen oder Liegenschaftsplänen, die für Grundbucheinträge oder behördliche Verfahren verwendet werden.

Wer hingegen ausschliesslich einen ansprechenden Grundriss für ein Inserat oder Exposé benötigt, bezahlt beim Architekten für Leistungen, die für den jeweiligen Zweck gar nicht erforderlich sind. Für Vermarktungsszenarien gibt es geeignetere und wirtschaftlichere Lösungen.

Wann sich ein professioneller Grundriss-Service lohnt

Ein professioneller Grundriss-Service ist die optimale Wahl in vier typischen Situationen. Beim Immobilienverkauf steigert ein professioneller Grundriss im Exposé die Objektwahrnehmung und beschleunigt den Verkaufsprozess spürbar – unprofessionelle Unterlagen verlängern die Vermarktungsdauer, was bei durchschnittlichen Leerstandskosten von rund CHF 1’200 pro Monat schnell ins Gewicht fällt. Für Makler mit regelmässigem Bedarf, die monatlich mehrere Objekte vermarkten, bringen eingespielte Abläufe und schnelle Lieferzeiten einen erheblichen Effizienzgewinn – und ermöglichen es, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: die Akquise neuer Mandate und das Verkaufen. Wenn neben dem Grundriss auch Fotografie und Video benötigt werden, zahlt sich der One-Stop-Shop-Ansatz besonders aus, da alle visuellen Elemente koordiniert und einheitlich geliefert werden. Und schliesslich bei Zeitdruck: Wenn ein Grundriss innerhalb von 48 Stunden vorliegen muss, ist ein spezialisierter Service die einzige verlässliche Option.

Ein weiterer Aspekt, der in der Praxis häufig unterschätzt wird: Der Grundriss allein entscheidet selten über den Vermarktungserfolg. Entscheidend ist das Gesamtpaket. Ein sorgfältig gestalteter Grundriss neben professionellen Fotos und einem aussagekräftigen Exposé schafft ein stimmiges, hochwertiges Bild – und das ist es, was potenzielle Käufer überzeugt. Ebenso wichtig ist das Signal, das ein professionelles Exposé an künftige Auftraggeber sendet: Wer als Makler durchgängig hochwertige Vermarktungsunterlagen vorlegt, positioniert sich klar als seriöser und kompetenter Partner.

Michael Racle
"Es wirkt einfach unseriös und unprofessionell, wenn du ein abfotografiertes, handgezeichnetes Blatt online stellst – oder wirklich einen schönen, beschrifteten 3D-Grundriss online stellst. Und das ist auch das, was viele Kunden sagen: Wer sich einen Makler sucht, entscheidet sich neben anderen Dingen auch dafür, wer am professionellsten wirkt."
Michael Racle, CEO Visualista

Anbieter wie Visualista decken genau dieses Segment ab, mit schneller Lieferung, persönlicher Betreuung und der Möglichkeit, alle visuellen Vermarktungselemente aus einer Hand zu beziehen.

Wann DIY-Software ausreicht

DIY-Software genügt in drei Situationen. Bei privater Raumplanung, wenn es darum geht, Möbelanordnungen auszuprobieren, einen Umzug zu planen oder Renovierungsideen zu visualisieren. Als erste Orientierung, bevor ein Profi beauftragt wird, um grobe Raumaufteilungen skizzenhaft festzuhalten. Und bei sehr kleinem Budget, wenn professionelle Kosten nicht tragbar sind und kein kommerzieller Vermarktungszweck besteht.

Für Immobilieninserate, Exposés und professionelle Vermarktung ist DIY-Software hingegen in der Regel unzureichend. Unprofessionelle Grundrisse können den wahrgenommenen Wert einer Immobilie bei Kaufinteressenten senken und Zweifel an der Seriosität der Vermarktung wecken. Wer sein Objekt professionell vermarkten will, investiert besser in einen spezialisierten Service – und gewinnt dabei nicht nur an Qualität, sondern auch an wertvoller Zeit.

Häufige Fehler beim Grundriss erstellen

Sowohl bei der Eigenerstellung als auch bei der Beauftragung treten typische Fehler auf, die Zeit, Geld und im schlimmsten Fall rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt eine zu geringe Wohnfläche gegenüber den dem Käufer übergebenen Plänen als Sachmangel nach Art. 197 ff. OR, für den Verkäufer und Makler haften. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler lassen sich mit etwas Vorbereitung zuverlässig vermeiden.

  1. Falschen Grundriss-Typ wählen: Ein Exposé-Grundriss ersetzt keine Baubewilligung, und umgekehrt ist ein teurer Bauplan für ein Inserat überdimensioniert. Den Verwendungszweck klar zu definieren, bevor ein Auftrag erteilt wird, ist die wichtigste Voraussetzung für die richtige Wahl.
  2. Veraltete Pläne als Vorlage verwenden: Alte Baupläne entsprechen nach Renovierungen oder Umbauten oft nicht mehr der tatsächlichen Raumsituation. Der daraus erstellte Grundriss stimmt dann nicht mit der Immobilie überein, was Kaufinteressenten verunsichert und Vertrauen kostet. In solchen Fällen empfiehlt es sich, das Aufmass direkt vor Ort neu vorzunehmen.
  3. Massstab und Proportionen ignorieren: Insbesondere bei DIY-Software werden Räume häufig nicht proportional dargestellt. Interessenten entwickeln dadurch falsche Erwartungen an die tatsächlichen Raumgrössen, was zu Enttäuschungen bei der Besichtigung führt.
  4. Unprofessionelle Darstellung im Exposé: Ein schlecht gestalteter Grundriss beschädigt den Gesamteindruck des Inserats und wirkt sich auf die Wertwahrnehmung der Immobilie aus. Die visuelle Qualität des Grundrisses sendet ein Signal über die Seriosität der gesamten Vermarktung.
  5. Zu spät beauftragen: Viele Auftraggeber fordern den Grundriss erst in letzter Minute an und müssen dann unter Zeitdruck Qualitätskompromisse eingehen. Den Grundriss frühzeitig in die Vermarktungsplanung einzubeziehen vermeidet unnötigen Stress und sichert die gewünschte Qualität.
  6. Keine Legende und Beschriftung: Fehlende Raumbeschriftungen, Flächenangaben und Himmelsrichtungen reduzieren den Informationswert eines Grundrisses erheblich. Wer einen Grundriss in Auftrag gibt, sollte diese Elemente ausdrücklich als Standard verlangen.
Infografik: 6 häufige Fehler beim Grundriss

Fazit: Grundriss erstellen lassen – die richtige Option für Ihren Bedarf

Zwischen CHF 0 und CHF 2’500 liegt eine grosse Bandbreite, doch letztlich bestimmt der Verwendungszweck, welche Investition sich tatsächlich rechnet. Architekt, professioneller Service und DIY-Software bedienen unterschiedliche Bedürfnisse, keine Option ist pauschal besser als die andere. Für die Immobilienvermarktung bieten spezialisierte Grundriss-Services wie Visualista das ausgewogenste Verhältnis aus Qualität, Geschwindigkeit und Kosten, weil sie genau für diesen Anwendungsfall entwickelt wurden.

Der sinnvollste erste Schritt ist die Klärung des Verwendungszwecks: Wird der Grundriss für eine Baubewilligung, für ein Verkaufsinserat oder nur zur privaten Orientierung benötigt? Danach empfiehlt es sich, vorhandene Pläne oder Skizzen zusammenzusuchen, die konkreten Anforderungen zu definieren und auf dieser Basis einen passenden Anbieter zu kontaktieren. Wer einen Grundriss erstellen lassen möchte und den Verwendungszweck kennt, findet in wenigen Minuten die richtige Lösung und investiert weder zu viel noch zu wenig.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Grundriss erstellen lassen

Was kostet die Erstellung eines Grundrisses?

Die Kosten reichen von CHF 0 bei kostenlosen DIY-Tools bis über CHF 2’500 bei einem Architekturbüro. Professionelle Grundriss-Services liegen typischerweise zwischen CHF 150 und 500. Der genaue Preis hängt vom Verwendungszweck, der Objektgrösse und der gewählten Option ab.

Was kostet ein Architekt für einen Grundriss?

Für einen massstabsgetreuen Grundriss rechnen Architekten in der Schweiz typischerweise mit CHF 800 bis 2’500 und mehr. Grundlage sind Stundensätze von CHF 120 bis 200, zuzüglich des Aufmasses vor Ort. Für reine Vermarktungszwecke wie ein Exposé stehen günstigere Alternativen zur Verfügung.

Wer kann einen Grundriss erstellen?

Grundrisse werden von Architekten und Vermessungsbüros, von spezialisierten Grundriss-Services wie Visualista sowie von Privatpersonen mit DIY-Software erstellt. Für amtliche Pläne ist ein qualifizierter Fachplaner gesetzlich erforderlich, für Vermarktungszwecke genügt ein spezialisierter Service vollständig.

Wie lange dauert es, einen Grundriss erstellen zu lassen?

Architekten benötigen in der Regel ein bis vier Wochen, spezialisierte Grundriss-Services liefern innerhalb von 24 bis 48 Stunden. DIY-Software ist sofort nutzbar, verlangt aber mehrere Stunden Eigenaufwand. Bei Vermarktungsdruck sind spezialisierte Services mit schneller Lieferung die verlässlichste Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen einem Exposé-Grundriss und einem Bauplan?

Ein Exposé-Grundriss ist eine visuell ansprechende Darstellung für Inserate und Verkaufsunterlagen, die keine amtliche Gültigkeit erfordert. Ein Bauplan ist eine massstabsgetreue, normgerechte technische Zeichnung für Baubewilligungen und

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